Wanderung im Silberbachtal

Juni12

Treffen um 10:00 Uhr

am Naturfreundehaus Schnat; Schnatweg 51,
32805 Horn-Bad Meinberg – Veldrom

Silberbachtal

 

Der Silberbach entspringt zwischen den Dörfern Kempen und Feldrom, die zu Horn-Bad Meinberg gehören. In einem eindrucksvoll von der Natur gestalteten Kerbtal, dem Silberbachtal, unterhalb der Velmerstot plätschert er silbrig schimmernd über Sandsteinklippen und umfließt dunkles Geröll und mächtige Sandsteinblöcke in Richtung Leopoldstal um dann zwischen Heesten und Vinsebeck in den Heubach zu münden, der in Steinheim in die Emmer fließt.

Ursprünglich hieß der Bach Möllenwasser. Der Name Silberbach stammt von (geringen) Silberfunden in den Jahren 1711 bis 1712. Das in dem Tal zur Verfügung stehende Wasser am Oberlauf nutzten seit 1612 bis 1927 bis zu sieben verschiedene Mühlenbetriebe: Drei Mahlmühlen, vier Schleifmühlen und zwei Walkmühlen. In Walkmühlen wurden Filze und Tuche veredelt. Die Schleifmühlen wurden von Schmieden der Stadt Horn zum Schleifen und Schärfen von Werkzeugen und Waffen genutzt. Heute stehen noch die Überreste der Silber-, der Boll- und einer Schleifmühle. Die Silbermühle ist das ehemalige „Packhaus”, in dem einst das Silbererz ausgewaschen wurde. Sie wurde 1711 zu einer Mahlmühle umgebaut, die schon bald Silbermühle genannt wurde. 1895 erhielt der Müller die Konzession zur Einrichtung einer Gastwirtschaft. Der Mühlenbetrieb lief bis zum Jahr 1927.

Der Bachlauf ist die geographische Scheide zwischen dem Teutoburger Wald und dem Eggegebirge. An ihm orientierte sich auch im Groben die historische Grenze zwischen dem Fürstentum Lippe und dem preußischen Paderborn, die auch heute noch durch alte Grenzsteine in der Nähe dokumentiert wird. Alte Steinbrüche sind an den Talhängen zu erkennen, in denen seit dem 14. Jahrhundert der Osningsandstein als begehrter Baustein gebrochen wurde. Hier ist auch unterhalb der Velmerstot der „Silberort” zu finden, an deren Klippen vom 19. Jahrhundert bis zum Zweiten Weltkrieg Bergarbeiter die Sandsteine in Quader brachen. Sie dienten u. a. zum Bau des Kölner Domes, des Berliner Reichstagsgebäudes, der Brückenpfeiler der Reichsautobahnen und für Ausbesserungsarbeiten an der Lambertikirche in Münster. Heute ist das Silberbachtal eines der romantischsten und beliebtesten Wanderreviere im Naturpark.

Unterhalb der Velmerstot und oberhalb vom Silberbachtal liegt eine kleine Siedlung Namens „Schnat”, mit dem Naturfreundehaus. Hier findet dann ab 13:00 Uhr das Grillfest statt.

 

Anmeldung und weitere Info bei:
W. Helbing, Tel.: (0 52 51) 6 28 00,
J. Josephs, Tel.: (0 52 51) 5 84 13,
oder dienstags und mittwochs beim Senioren-Treff.

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